11. Oktober 2012 | Service | 5 Kommentare

Stromspartipps zum Wäschewaschen und Trocknen: Eine saubere Sache.

Schon immer und überall wurde schmutzige Wäsche gewaschen. Doch noch bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war dies eine kräftezehrende Handarbeit, die von den Hausfrauen geleistet wurde. Vom Anheizen des Waschkessels über das Auskochen in der Wasserlauge bis hin zum Ausrubbeln der Wäschestücke auf dem Waschbrett – viele Arbeitsschritte waren nötig, um am Großwaschtag die Schmutzwäsche wieder rein zu bekommen. Das ist heute zum Glück anders: Lediglich das Sortieren der Wäsche sowie das Befüllen und Entladen der Waschmaschine geschieht heute noch von Hand – und zwar nicht mehr nur von von Frauenhänden!

Die Energie für den Waschvorgang und teils auch zum Trocknen der Wäsche kommt jetzt aus der Steckdose. Doch hier gibt es Einsparpotenzial. Günter Neunert von der EnergieAgentur.NRW gibt einige Tipps, wie sich beim Wäschewaschen und auch -trocknen Energie einsparen lässt und somit Kosten gesenkt werden können. Kleine Änderungen von Nutzungsgewohnheiten könnten sehr effektiv sein, betont Neunert und gibt folgende Ratschläge:

  1. Das Volumen der Waschmaschine sollte optimal ausgenutzt werden. Für nur wenige Teile sollte die Maschine erst gar nicht eingeschaltet werden. Gleiches gilt übrigens auch für den Wäschetrockner.
  2. Wer eine Solaranlage hat, könnte das damit erwärmte Wasser für den Waschvorgang nutzen.
  3. Auf die Vorwäsche sollte verzichtet werden.
  4. Weg mit den 90-Grad-Waschprogrammen! Das spart richtig Energie. Es lässt sich sogar rund die Hälfte an Strom sparen, wenn man statt bei 60 Grad seine Textilien bei 40 Grad wäscht.
  5. Zum Schluss das Wäschetrocknen: Je höher die Schleuderleistung eingestellt wird, desto mehr Wasser wird aus der Wäsche verdrängt, und diese wird anschließend schneller trocken. Das spart dann Energie beim Trockner – und zwar mehr als beim Schleudern verbraucht wurde.
  6. Der beste und umweltschonendste Tipp zum Wäschetrocknen ist natürlich der Wäscheständer oder die Wäschespinne. Das hätten auch Carlo und Judith im aktuellen Stromduell gerne getan – doch das durften sie laut Aufgabenstellung halt nicht.

    Saubere Wäsche – und Strom gespart.

    Wie sich beim Wäschewaschen und -trocknen Energie einsparen lässt, zeigt auch der folgende Clip der EnergieAgentur.NRW ganz anschaulich. Oft reichen dazu schon kleine Verhaltensänderungen:

    Und wer vor der Frage steht, wie lange die Waschmaschine oder der Wäschetrockner wohl noch hält, sollte später beim Neukauf auf die Energieeffizienz der Geräte achten. Auf der Seite der EnergieAgentur.NRW werden sparsame Haushaltsgeräte detailliert verglichen. Dort werden auch die neuen “Eurolabel” erklärt. Mit ihrer Hilfe werden die Eigenschaften eines Gerätes (Energieverbrauch, Waschleistung, Reinigungs- oder Trockenwirkung etc.) in sieben verschiedene Effizienzklassen eingeteilt, die genau definiert sind. Am besten vergleichbar ist das mit Schulnoten: A steht für “sehr gut” und G für “ungenügend”.

    Wer weitere Stromspartipps und interessante Informationen zum Thema nachhaltiges Handeln beim Waschen, Spülen und Reinigen im Haushalt sucht, der wird auf der Seite des Forums Waschen fündig.
    Die Initiative nennt unter anderem auch diese

    Sechs goldene Regeln zum Wäschetrocknen und Bügeln:

    1. Die Wäsche mit möglichst hoher Drehzahl schleudern, denn je weniger Wasser enthalten ist, umso weniger Energie und Zeit wird zum Trocknen benötigt.
    2. Bei vielen pflegeleichten Textilien reicht es, sie nach dem Schleudern einfach auf einen Bügel zu hängen und trocknen zu lassen.
    3. Wenn möglich, die Wäsche im Freien an der frischen Luft trocknen lassen.
    4. Ansonsten die Wäsche in einem unbeheizten Raum oder einem Wäschetrockner trocknen, denn in einem beheizten Raum wird meist mehr Energie zum Trocknen verbraucht als in einem Wäschetrockner.
    5. Wäsche nur bis zur gewünschten Restfeuchte trocknen und nicht “übertrocknen”, das spart Energie und erleichtert das Bügeln.
    6. Als Wäschetrockner möglichst ein feuchtegesteuertes Gerät der Energieeffizienzklasse “A” einsetzen.

    Wer wissen möchte, wie viel Geld das Wäschewaschen pro Jahr kostet und wie viel Strom und Wasser dafür verbraucht wird, der kann auch gleich noch den Online-Wasch-Rechner des Forums nutzen.

    Apropos: Wie waschen und trocknen Sie eigentlich Ihre Wäsche ökonomisch? Schreiben Sie uns Ihre besten Tipps als Kommentar und geben Sie Ihr Know-how weiter!

  1. Michael sagt:

    Noch ein Tipp zum Trocknen.

    Manche Sachen, wie z.B. Handtücher kann man anfangs auch auf der Leine trocknen lassen. Damit sie aber nicht hart werden, wirft man sie mit ein wenig Restfeuchte für 5 Minuten in den Trockner. Dann sind sie trocken und weich. Funktioniert sogar mit schon trockenen, harten Handtüchern. Einfach ein feuchtes kleines Tuch dazu und ein paar Minuten trocknen.

    -Michael

  2. Marco Fendt sagt:

    Vielen Dank für die guten Tipps. Es sei übrigens auch nicht unbedingt empfehlenswert, im selben Raum mit der feuchten Wäsche zu schlafen.

  3. Tamara Tauber sagt:

    Da sind wirklich sehr gute Tipps dabei, die ich noch nicht kannte. Ich bin auch gerade am Anfangen mit meinem wöchentlichen Bügelprogramm und wollte mal im Internet schauen, ob es nicht noch was gibt, was ich verbessern kann.

    Viele Aussagen von Herstellern halte ich für völlig übertrieben. Ich kann mir beispielsweise nicht vorstellen, dass ein bestimmtes Bügeleisen 30% schneller mit dem Bügeln fertig sein soll, nur weil die Sohle aus einer bestimmten Legierung hergestellt ist.

    Eine gute Sammlung von Links zum Bügeln habe ich hier gefunden: http://www.dampfbuegelstation-test.de/interessante-buegeleisen-links/ Dort gibt es auch Links mit Tipps zum guten Bügeln.

    Also, jetzt muss ich wohl ran an das gute Bügeleisen…

  4. David sagt:

    Gute praktische Tipps, die sich einfach umsetzen lassen. Leider nehmen sich dies immer noch zu wenige Menschen zu Herzen, sei es aus Bequemlichkeit oder aus schwer ablegbaren Gewohnheitsmustern.
    Bei den Wäschetrocknern würde ich noch hinzufügen, dass sich die Anschaffung von Wärmepumpentrocknern vor allem längerfristig lohnt. Diese sind um einiges Energieeffizienter als die normalen Ablufttrockner…

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