10. Oktober 2012 | Aktion | 3 Kommentare

Das Gelb des Monats: Kürbis, ein köstlicher Fitmacher.

Dass Gelb unsere Farbe ist, dürfte wohl jedem, der unsere Seite besucht oder Yello Kunde ist, sofort ins Auge springen. Unsere Yello Farbe gilt als Farbe der Freude.

Sie steht für Sonnenlicht, Humor, Lachen, Optimismus. Aber natürlich gucken wir auch über den Tellerrand unserer gelben Stube hinaus und fanden so viele Dinge in Natur und Umgebung, die diesen freundlichen Farbton in besonderer Weise – mal süß, mal sauer; mal augenzwinkernd, mal aufregend; mal begeisternd, mal besinnlich – repräsentieren. Den Auftakt der Reihe Das Gelb des Monats machte der Mais. Für den Oktober haben wir den Kürbis ausgesucht, eine der ältesten Pflanzen der Welt. Warum fiel die Wahl gerade auf dieses Fruchtgemüse? Das unglaublich schnell wachsende Gewächs ist in Form, Farbe und Größe sehr vielfältig; es erfreut Auge und Gaumen gleichermaßen; es gilt als ein Symbol für die Erntezeit und es darf nach fratzenhafter Umwandlung bei keiner Halloween-Party fehlen.

Wer die Kürbissorten alle aufzählen möchte, der benötigt einen langen Atem: Über 800 Sorten sind weltweit namentlich bekannt. Wer sich einen Überblick verschaffen und zahlreiche Sorten entdecken möchte, der kann dies auf der Seite der Kürbis Company tun. Darunter finden sich so beliebte Speisekürbisse wie Gartenkürbis, Butternut, Muskat-Kürbis, Patissons, Spaghetti-Kürbis und Bischofsmütze. Stark nachgefragt ist auch der Hokkaido, der wegen seiner dünnen Schale sogar im Ganzen gegart werden kann. Verarbeitet als Suppe, Püree oder Gemüse landet er immer häufiger auf heimischen Tellern. Das war nicht immer so: Lange Zeit fristete der Kürbis in unserer Küche eher ein Schattendasein. Nicht zuletzt durch die aus Amerika importierte Halloweentradition, ist der Kürbis auch in Deutschland ein gefragtes Gemüse geworden. In zahlreichen Rezepten sind Kürbisse mittlerweile die Hauptzutat. Die Zierkürbisse erfreuen sich ebenfalls einer großen Beliebtheit und machen sich in herbstlichen Dekorationen ausgesprochen gut.

Schwer im Rennen: Ach, du dicker Kürbis.

Ursprünglich kommen die Kürbisse aus Mittel- und Südamerika. Wissenschaftler gehen davon aus, das sie bereits zwischen 5000 und 3000 Jahren vor unserer Zeitrechnung von den indianischen Ureinwohnern, den Indios in Peru und Mexico, zusammen mit Mais und Bohnen angebaut wurden. Nach Europa kam die Pflanze erst sehr viel später – mit der Entdeckung Amerikas. Zuvor war in Europa nur der aus Afrika stammende Flaschenkürbis bekannt. Dieser wurde als universeller Haushaltsgegenstand, etwa als Topf, Karaffe, Löffel, aber auch als Musikinstrument genutzt. Durch Auslese und Züchtung sind die Kürbisse mittlerweile weltweit in den warmen Gebieten beheimatet. Angebaut werden die Pflanzen in heißen trockenen Gebieten bis hin zu kühlen Nebelwäldern. Alle der rund 800 Sorten sind frostempfindlich. Als Hauptanbaugebiete gelten Amerika und Neuseeland. Die gewöhnlichen Gemüsekürbisse können ohne weiteres bis zu einem Meter hoch werden. Immer wieder fühlen sich Kürbisliebhaber auf den Plan gerufen, das schwerste Exemplar zu züchten: Mit 762 Kilogramm landete ein Kürbis aus dem schwäbischen Illertissen (Landkreis Neu-Ulm) in diesem Jahr beim Finale der Deutschen Meisterschaft im Kürbiswiegen in Ludwigsburg auf dem Siegertreppchen.

Eine runde Sache: gesund und lecker.

Speisekürbisse schmecken nicht nur lecker, sie haben auch in Sachen gesunder Ernährung einiges zu bieten: Kürbisse sind fett- und kalorienarm, liefern dafür aber reichlich Carotin (Provitamin A). Eben dieses unterstützt das körpereigene Abwehrsystem, sorgt für einen gesunden Knochenbau, tut Schleimhäuten, Haut und Haaren gut und ist zudem für das Sehvermögen wichtig. Aus dem Kürbisfleisch lassen sich köstliche Gerichte zaubern. In zahlreichen wissenschaftlichen Studien wurde die medizinische Wirksamkeit des Kürbisses belegt. Demnach haben das Fruchtfleisch und die Kerne des Kürbisses gesundheitsfördernde Eigenschaften. So werden Präparate aus Kürbiskernen zur Behandlung von Symptomen bei einer Reizblase oder gutartigen Prostatavergrößerung positiv beurteilt.

Halloween: Jack O-Lantern vertreiben böse Geister.

Halloween von “All Hallows’ Eve” bezeichnet die Volksbräuche am Abend und in der Nacht vor dem katholischen Gedenk- und Feiertag Allerheiligen, der am 1. November gefeiert wird. Am Abend des 31. Oktobers und in der Nacht zum 1. November. Ursprünglich wurden diese Bräuche nur in katholisch gebliebenen Gebieten der britischen Inseln gefeiert, vor allem in Irland, während die anglikanische Kirche am Tag vor Allerheiligen die Reformation feierte. Irische Einwanderer brachten ihre Bräuche mit in die USA und bauten sie dort im 19. Jahrhundert aus. Nach alter Tradition stellten die Iren Kürbisse zum Halloweenfest auf. Nach einer Sage lebte in Irland der Bösewicht Jack Oldfield. Durch eine List fing dieser den Teufel ein und wollte ihn nur freilassen, wenn er Jack O fortan nicht mehr in die Quere kommen würde. Wegen seiner vielen Missetaten kam Jack nach seinem Tod nicht in den Himmel. Das Problem: In die Hölle durfte er aber auch nicht, da er dem Teufel eins ausgewischt hatte.

Doch der Teufel zeigte Erbarmen und schenkte ihm eine Rübe und eine glühende Kohle – hiermit sollte es Jack gelingen, durch das Dunkel zu wandern. Eigentlich war also eine glühende Rübe der Ursprung des beleuchteten Kürbisses. Da aber in in den USA Kürbisse in großen Mengen zur Verfügung standen, höhlte man stattdessen die dickbäuchigen Pumpkins aus und stellte ein Licht hinein: Als Jack O’Lantern wurden die solchermaßen genutzten Kürbisse nun bekannt. Um böse Geister abzuschrecken, schnitt man gruselige Fratzen in Kürbisse, die vor dem Haus den Hof beleuchteten. Von Frankreich ausgehend verbreiteten sich US-amerikanische Halloweenbräuche im Verlauf der 1990er Jahre nach Europa, wo sie einen fröhlichen und weniger schaurigen Charakter als in Nordamerika haben. Heute sind die abgewandelten Bräuche auch im deutschsprachigen Raum beliebt. Das klassische „Trick or Treat“, das Umherziehen von Tür zu Tür, bei dem vor allem Kinder in Gruselverkleidung Süßes einfordern, wird aber fast ausschließlich am Abend des 31. Oktober selbst praktiziert.

Grusellaterne: Ran ans Messer.

Nicht nur bei Kindern liegen die dickbäuchigen Pumpkins voll im Trend: Jene Sorten, die sich mit Schnitzwerkzeugen und ein bisschen Geschick zu stimmungsvollen Halloween-Lichtern umwandeln lassen. Das Fruchtfleisch dieser Sorten eignet sich zudem auch noch gut zum Kochen.

Um aus einem Kürbis ein ausgehöhltes und flackerndes Geistergesicht zu machen, werden folgende Materialien benötigt: ein reifer Kürbis, Filzstift oder Kugelschreiber, ein nicht zu kurzes, gezacktes Küchenmesser, ein bruchsicherer Löffel, Pinnwandnadeln oder Maiskolbenhalter, Kerze oder Teelicht.

  1. Zunächst wird mit dem Filzstift oben auf dem Kürbis ein Kreis den Deckel gemalt. Dieser sollte so groß sein, dass die Hand – später zum Auslöffeln – problemlos hindurch passt.
  2. Dieser vorgezeichneten Linie folgend wird der Deckel abgeschnitten. Dabei sollte mit dem Messer so in den Kürbis gestochen werden, das ein schräger Rand entsteht – der Deckel hält später hierdurch besser.
  3. Jetzt kann das Fruchtfleisch aus dem Kürbis gelöffelt werden. Es sollten nicht mehr als zwei Zentimeter Fruchtfleisch an den Rändern übrigbleiben.
  4. Nun bekommt der Kürbis sein Gruselgesicht. Entweder wird die Fratze sofort aufgemalt oder zunächst auf einem Blatt Papier vorgezeichnet. Dieses würde man mit Klebeband an dem ausgehöhlten Kürbis befestigen. Die Linien werden dann mit einer Pinnwandnadel oder dem Maiskolbenhalter nachgestochen.
  5. Danach hat das gezackte Messer seinen Auftritt: Entlang der Markierungen werden die einzelnen Teile des Musters herausgeschnitten. Die ausgeschnittenen Teile werden am besten mit einem Finger von Innen herausgedrückt.
  6. Mit einem Tuch werden die Ränder des ausgeschnittenen Gesichts mit einem Tuch und das Kürbisinnere trocken gerieben. Jetzt kann die Kerze oder das Teelicht hineingestellt werden. Wer für die das Licht einen besseren Halt haben möchte, der kann ein Loch im Kürbisboden ausstechen oder dort eine Kerzenhalterung befestigen.
  7. Zum Schluss sollten einige Löcher in den Deckel gebohrt werden: Jetzt kann die Hitze aus dem Kürbis besser entweichen.

Wie verwandeln Sie einen Kürbis in eine Halloween-Laterne? Haben Sie ein Lieblingsrezept, bei dem der Kürbis eine Hauptrolle spielt? Oder gibt es Geschichten rund um den Kürbis, die Sie mit anderen teilen möchten? Dann nutzen Sie doch die unten stehenden Kommentarfelder.

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Reaktionen

  1. [...] Den Auftakt der Reihe Das Gelb des Monats machte der Mais. Für den Oktober haben wir den Kürbis ausgesucht, eine der ältesten Pflanzen der Welt. Was im November im Mittelpunkt der Serie steht, [...]

  2. [...] Kürbis, eine der ältesten Pflanzen der Welt. [...]