7. September 2012 | Aktion | Keine Kommentare

Sofortmaßnahmen üben: Morgen ist Tag der Ersten Hilfe.

Wissen Sie noch, wann Sie Ihren letzten Erste-Hilfe-Kurs gemacht haben? Lassen Sie mich raten – das war bestimmt zur Führerscheinprüfung. Und warum? Weil man es machen musste, sonst hätte man keinen Führerschein bekommen. Freiwillig machen nur die Wenigsten einen Erste-Hilfe-Kurs. Dabei ist Erste Hilfe etwas, was jeden von uns betrifft. Ohne Ausnahme.

Die wichtigsten Minuten sind die ersten.

Natürlich wünscht sich keiner, Zeuge eines Unfalls zu werden beziehungsweise selber einen Unfall zu haben. Fakt ist aber: Einen 100-Prozent-Schutz gibt es nicht. Und wer schon mal Zeuge eines Unfalls war, weiß, dass sich Minuten wie Stunden anfühlen können. Im Durchschnitt benötigt ein Rettungswagen circa acht Minuten, bis er am Unfallort eingetroffen ist. Doch gerade die ersten Minuten entscheiden, sie können Leben retten.

Deshalb ruft die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften dazu auf, mehr Menschen mit den Erste-Hilfe-Leistungen vertraut zu machen – mit dem Tag der Ersten Hilfe. Der ist morgen – und das ist auch dringend nötig: Jährlich werden über acht Millionen Menschen bei Unfällen verletzt. Egal ob zuhause, auf der Arbeit oder im Straßenverkehr. Den Internationalen Erste-Hilfe-Tag gibt es bereits seit zwölf Jahren. Seitdem wird er in über 150 Ländern von Rot-Kreuz-Organisationen und Assoziierten veranstaltet und fällt immer auf den zweiten Samstag im September.

Keine Angst vor Erster Hilfe.

Es geht darum im Notfall überlegt einzugreifen, die Gefahr zu beheben oder zu mindern und die Zeit bis zum Eintreffen eines Arztes oder Rettungsdienstes zu überbrücken. Diese Soforthilfe ist nicht schwer. Sie beginnt schon damit, in jedem Fall einen Notruf abzusetzen und die Unfallstelle zu sichern. In Deutschland ist jeder zur Ersten Hilfe gesetzlich verpflichtet. Wer nicht hilft, begeht unterlassene Hilfeleistung und muss mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe rechnen.

Oft ist in einem Notfall schon mit wenigen Handgriffen viel geholfen. Die meisten Menschen haben allerdings Angst davor, etwas falsch zu machen. Ein Irrglaube. Ersthelfer zu sein bedeutet nicht, wie ein Profi Wiederbelebungsversuche vollziehen zu müssen. Auch von juristischer Seite her sind Ersthelfer geschützt. Denn ein Laie hat keine Verpflichtung eine medizinische Maßnahme korrekt auszuführen. Aber er hat die Pflicht, etwas zu tun.

Regelmäßig Wissen auffrischen.

Laut Statistiken haben circa 80 Prozent aller Bundesbürger an einem Erste-Hilfe-Kurs teilgenommen. In den meisten Fällen liegt das jedoch durchschnittlich 15 Jahre zurück. Deshalb sollten alle zwei bis drei Jahre die Erste-Hilfe-Kenntnisse aufgefrischt werden, damit die wichtigsten Handgriffe in Erinnerung bleiben. Übung macht in diesem Fall zwar nicht den Meister, gibt aber deutlich mehr Sicherheit.

Das Deutsche Rote Kreuz zum Beispiel bietet bundesweit Lehrgänge für verschiedene Zielgruppen an. Unter anderem für Führerscheinbewerber, LKW-Fahrer, Notfälle bei Kindern, Institutionen der Kinderbetreuung und zur Auffrischung. Und diese können auch richtig Spaß machen: Gemeinsames Üben für den Notfall nimmt die Angst, und das Erlernte bleibt besser im Gedächtnis. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Erste Hilfe Kurse tun nicht weh – Nichtstun schon.

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