4. September 2012 | Service | 7 Kommentare

Das Gelb des Monats: Mais – ein kraftvolles Korn.

Dass Gelb unsere Farbe ist, dürfte wohl jedem, der unsere Seite besucht oder Yello Kunde ist, sofort ins Auge springen. Unsere Yello Farbe gilt als Farbe der Freude.

Sie steht für Sonnenlicht, Humor, Lachen, Optimismus. Aber natürlich gucken wir auch über den Tellerrand unserer gelben Stube hinaus und fanden so viele Dinge in Natur und Umgebung, die diesen freundlichen Farbton in besonderer Weise – mal süß, mal sauer; mal augenzwinkernd, mal aufregend; mal begeisternd, mal besinnlich – repräsentieren: Ab heute möchten wir daher gerne regelmäßig Das Gelb des Monats vorstellen. Für den September haben wir ein kräftiges Korn ausgewählt – den Mais.

Von Blättern umhüllt – keine Chance für Vögel.

Steht er auf dem Feld kurz vor der Ernte, so ist von dem kräftigen Gelb seiner Körner zunächst nichts zu sehen – sogenannte Lieschblätter umhüllen fest den Maiskolben. Im Gegensatz zu anderen Getreiden ist er hierdurch vor hungrigen Vögeln geschützt – nicht aber vor flinken Menschenhänden. Zahlreiche Landwirte beklagen Ernteverluste, weil sich Spaziergänger oder tobende Kinder frei auf dem Feld bedienen. Dabei sind die meisten der solchermaßen erworbenen Körner nicht sehr schmackhaft: Der größte Teil des in Deutschland angebauten Mais dient reinen Futterzwecken und findet sich nach der Ernte beispielsweise als Körnermais oder Silage in Schweineställen wieder.

Demgegenüber steht beispielsweise der schmackhafte Zuckermais, der sich – gekocht und mit Salz und Butter zubereitet – wunderbar als Grillbeilage eignet. Übrigens: Hier finden Sie zahlreiche köstliche Maisrezepte.

Weltweit werden etwa 60 Prozent der Maisproduktion als reines Viehfutter verwendet. Ein kleinerer, aber wachsender Anteil wird zur Energiegewinnung in Biogasanlagen genutzt. Der Rest findet als Körnermais seinen Platz in der menschlichen Nahrungskette und wird in der Lebensmittelindustrie unter anderem zu Glukosesirup, Maiskeimöl, Cornflakes, Popcorn, Polenta, Tortillas oder Erdnussflips verarbeitet.

Mais ist eine wahre Wunderpflanze.

Ursprünglich stammt der Mais aus Mexiko. Als unstrittig gilt mittlerweile, dass sich das Getreide aus der Wildpflanze Teosinte vor über 9000 Jahren im Bergland von Mexiko entwickelte. Christoph Kolumbus brachte die Pflanze mit nach Europa, nachdem er sie in der Karibik entdeckt hatte. Bereits 1525 wurden in Spanien die ersten Felder mit Mais bebaut. Nach Weizen und Reis gilt Mais heute als die drittwichtigste Getreidepflanze der Welt und das hat einen guten Grund: Mais wächst sowohl im kühleren Europa als auch in der Hitze Afrikas. Nur Frost mag er nicht, er ist ein Sommergetreide.

In Deutschland erfolgt die Aussaat von Mitte April bis Anfang Mai, eben dann, wenn der Boden warm genug und die Gefahr von Spätfrösten nicht mehr gegeben ist. Je nach angebauter Maissorte können die Pflanzen etwa zwei bis 2,50 Meter groß werden. An jeder Pflanze wachsen ein bis zwei Maiskolben. Wer sich die Mühe machen möchte, die Körner zu zählen, benötigt einen langen Atem: etwa 400 sind es pro Kolben. Jede Pflanze wächst aus einem einzigen Korn.

In Deutschland wird der Silomais von Mitte September bis Anfang Oktober geerntet. Die Ernte des Körnermais findet in klimatisch bevorzugten Gebieten ab Ende September bis Ende November statt.

Von Labyrinth bis Popcorn – ein Getreide nimmt seinen Weg.

Auch wenn der Maisanbau in Deutschland weniger der menschlichen als mehr der tierischen Ernährung dient, so ist das gelbe Korn doch sehr beliebt. Ob es nun der schnell zubereitete Zuckermaiskolben, die morgendliche Cornflakes-Ration oder der obligatorische Popcorn-Kübel im Kino ist, die Deutschen sind längst auf den Maisgeschmack gekommen. Wie der poppende Kinosnack hergestellt wird, ist anschaulich und gut verständlich in folgendem Sendung-mit-der-Maus-Film erklärt.

Hinzu kommen all jene Lebensmittel, in denen sich das Getreide etwa in Form von Keimöl oder Stärke versteckt. Neben der Gaumenfreude ruft das Getreide aber auch mitunter die Kreativität wach: Ganz hoch im Kurs steht der Mais derzeit bei Floristen und Dekorationsfreunden – für herbstliche Sträuße und stilvolle Arrangements eignen sich die Kolben bestens.

Zudem machen sich immer mehr Erlebnisbauernhöfe den hohen und dichten Wuchs der Getreidepflanzen zu Nutze und locken mit Maislabyrinthen vor allem kleine Besucher an. Insbesondere an Vollmondabenden ist der Gruselfaktor beim Gang durch die wirren Wege garantiert.

Wie mögen Sie eigentlich Mais am liebsten? Über Rezepte oder über Geschichten rund um das Getreide freuen wir uns. Schreiben Sie uns dazu einfach was in die unten stehenden (achtung Wortspiel:) Kommentarfelder!

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  1. [...] mal besinnlich – repräsentieren. Den Auftakt der Reihe Das Gelb des Monats machte der Mais. Für den Oktober haben wir den Kürbis ausgesucht, eine der ältesten Pflanzen der Welt. Warum [...]

  2. [...] mal besinnlich – repräsentieren. Den Auftakt der Reihe Das Gelb des Monats machte der Mais. Für den Oktober haben wir den Kürbis ausgesucht, eine der ältesten Pflanzen der Welt. Was im [...]

  3. [...] mal besinnlich – repräsentieren. Den Auftakt der Reihe Das Gelb des Monats machte der Mais. Für den Oktober haben wir den Kürbis ausgesucht, eine der ältesten Pflanzen der Welt. Im [...]

  4. [...] mal besinnlich – repräsentieren. Den Auftakt der Reihe Das Gelb des Monats machte der Mais. Ihm folgte der Kürbis, eine der ältesten Pflanzen der Welt. Im vergangenem November stellten wir [...]