1. August 2012 | Service | Keine Kommentare

Was tun, wenn man im Fahrstuhl stecken bleibt?

Es gibt so einige unangenehme Situationen im Alltag, auf die man gut verzichten kann. In einem Fahrstuhl stecken zu bleiben, ist eine davon. Ich gebe zu, ich bin ziemlich lauffaul. Vor allem bei Treppen. Wenn also ein Fahrstuhl in der Nähe ist, nutze ich ihn. Aber mit einem komischen Gefühl. Denn ich bin kein Freund von kleinen, engen Räumen, gerade wenn sich dort mehrere oder zu viele Personen aufhalten. So bin ich jedes mal etwas erleichtert, wenn sich die Fahrstuhltür wieder im gewünschten Stockwerk öffnet. Mir ist es zum Glück noch nicht passiert. Aber einigen Personen aus meinem Bekanntenkreis schon. Es gibt einige Gründe warum ein Fahrstuhl nicht weiter fährt und stecken bleiben kann, zum Beispiel technische Probleme, Wartungsmängel, Feuer, Überladung oder Stromausfall. Falls man also mal in diese unangenehmen Situation kommen sollte, braucht man aber keine Angst zu haben. Denn eigentlich kann nichts passieren.

Was ist zu tun?

Die Aufzugsverordnung regelt, dass jeder Aufzug ein elektronisches Notrufsystem haben muss, das mit einer ständig besetzten Notrufzentrale verbunden ist. Innerhalb von 30 Minuten sollte der Notdienstmonteur vor Ort sein. Natürlich ist das die Theorie und in der Praxis sieht das meist anders aus. Deshalb ist die erste Regel:

Ruhe bewahren.
Der Fahrstuhl bleibt einfach stehen. Sie wissen nicht warum und schon kommt dieses komische Gefühl in Ihnen auf. Eine Spur von Panik macht sich breit. Jetzt heißt es – ruhig bleiben. Atmen Sie langsam und tief ein und aus. Falls jemand anderes im Aufzug sofort Panik bekommt, versuchen Sie ihn zu beruhigen. Fragen nach dem Beruf oder der Familie können hilfreich sein. Hauptsache Ablenkung.

Nochmal den Knopf drücken.
Wählen sie eines der unteren Stockwerke an und warten Sie. Nicht wie wild alle Tasten rauf und runter drücken. In vielen Fällen bewegt sich der Fahrstuhl wieder nach unten und Sie können aussteigen. Trotzdem sollten Sie dem Notruf diesen Vorfall melden.

Notruf-Taste drücken.
Wenn der Fahrstuhl weiterhin nicht reagiert, drücken Sie die Notruf-Taste. Sie ist in jedem Aufzug durch ein Klingel-Symbol gekennzeichnet. Manchmal stehen Anweisungen daneben, wie lange die Taste betätigt werden muss. Am anderen Ende meldet sich entweder eine Notrufzentrale, in manchen Fällen ist aber auch der Alarm mit dem jeweiligen Gebäudemanagement verbunden. Ist über diese Taste niemand zu erreichen und Sie haben Ihr Handy dabei, rufen Sie die Feuerwehr -112 oder die Polizei-110 an. Und machen Sie durch Klopfen und Rufen auf sich aufmerksam. Vielleicht werden Sie gehört und jemand holt für Sie schnell Hilfe.

Nicht rausklettern.
Öffnen Sie auf keinen Fall die Notausstiegsklappe und klettern Sie nicht heraus. Es sei denn, Sie werden vom Notdienstmonteur dazu aufgefordert.

Das sind die wichtigsten Dinge, um heil wieder aus solch einer verzwickten Situation zu kommen. Des Weiteren ist ein verbreiteter Gedanke, dass man im Fahrstuhl ersticken könnte. Hier gibt der TÜV Entwarnung: Das könne in keinem Fall geschehen. Alleine durch den Aufzugsschacht sei immer für eine ausreichende Belüftung gesorgt. Vielleicht wird es etwas warm, aber Sie werden nicht ersticken. Ebenso kann ein Fahrstuhl nicht abstürzen, nur weil er nicht mehr weiter fährt. Er hängt gleich an mehreren Seilen. Und selbst wenn alle diese Seile reißen würden, lösen Geschwindigkeitsbegrenzer Fangvorrichtungen aus.

Wie auch immer, man sollte sowieso öfter den Schweinehund überwinden und die Treppe benutzen. Ist gesünder und schont die Nerven.

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