17. August 2012 | Service | Ein Kommentar

Stromunfällen im Haushalt vorbeugen: Kinder – aber sicher.

Sie ist oft an versteckten Orten in der Wand, hat interessante Löcher, ist manchmal sogar bunt und für viele Kinder einfach spannend: die Steckdose. Was bei Jungen und Mädchen ab dem Krabbelalter die Entdeckungslust weckt, lässt bei Eltern nicht selten die Alarmglocken schrillen. Sind die Kleinen in den eigenen vier Wänden tatsächlich hinreichend vor Stromunfällen gesichert?

Wer Kinder hat, nimmt den eigenen Haushalt plötzlich anders wahr; bekommt einen Blick für mögliche Gefahrenquellen – spätestens dann, wenn ein quitschvergnügter Knirps probiert, ob der Schraubenzieher auch in die Steckdose passt. Wenn nicht schon geschehen, werden jetzt die für Kinder zugänglichen Steckdosen mit zweipoligen Kindersicherungen versehen oder alte werden gegen jene ausgetauscht, die bereits eine Kindersicherung integriert haben.

Und ewig lockt die Steckdose!

Neben der Steckdose gibt es natürlich noch weitere Gefahrenquellen im eigenen Haushalt, die Kinder in lebensbedrohliche Situationen bringen können: defekte Küchenmaschinen, schlecht isolierte Kabel, ausgeleierte oder kaputte Stecker, geknickte Leitungen. Sollte dann noch Wasser ins Spiel kommen, droht ein gefährlicher Stromunfall.

Das größte Risiko geht jedoch von einer eigentlich positiven Eigenschaft aus: der kindlichen Neugierde. Alles wird von den Kleinen erkundet, angefasst, in bestimmten Entwicklungsphasen sogar in den Mund geteckt – die Kinder machen sich ihre Welt im doppelten Sinn be-greifbar.

Dabei treffen sie überall im Alltag auf elektrische Geräte. Ob es nun der CD-Player im Kinderzimmer, der Wasserkocher in der Küche, der Rasierapparat im Badezimmer, das Aufladegerät von Handy und Laptop im Büro oder die knallig leuchtende Lichterkette auf der Terrasse ist. Wenn diese dann noch besonders schön blinken, ganz viele Kabel haben, lustige Geräusche machen oder von den Erwachsenen besonders vorsichtig behandelt werden, dann kennt der Forscherdrang – meist natürlich in unbeobachteten Momenten – keine Grenzen mehr.

Die Folgen können fatal sein, ein Stromschlag droht.

Aber selbst ältere Kinder können die Gefahren, die von elektronischen Geräten ausgehen, nicht wirklich einschätzen oder vergessen in bestimmten Situationen alle mit den Eltern aufgestellten Regeln. So blieb mir erst kürzlich das Herz bald stehen, als meine Achtjährige übermütig den Ventilator samt Verlängerungskabel mit in den aufblasbaren Pool nehmen wollte, wo ihr Bruder schon auf der Luftmatratze lag: „Mama, ich mach uns mal ein bisschen kühle Luft.“

Zum Glück konnte ich eingreifen! Natürlich habe ich dann nochmal eindringlich auf die Gefährlichkeit dieser Aktion hingewiesen. Die Begriffe Stromschlag, Muskelverkrampfung, Herzflimmern und Tod sorgten für ziemlich erschrockene Gesichter. Selbst habe ich in unserem Blog noch einmal sehr aufmerksam die Tipps für die Erste Hilfe bei einem Stromunfall durchgelesen.

Gefahrenquellen minimieren.

Um Kinder vor Stromunfällen zu schützen, rät die Bundesarbeitsgemeinschaft “Mehr Sicherheit für Kinder” unter anderem dazu, defekte elektronische Geräte nicht mehr zu benutzen, Geräte für Kinder unerreichbar und nicht in der Nähe von Wasser aufzustellen und dazugehörige Kabel möglichst kurz anzubinden. Zudem sollten Kinder elektrische Geräte nur unter Aufsicht bedienen. Dem Nachwuchs sollten die tödlichen Gefahren eines Stromschlags außerdem wiederholend erklärt werden.

Generell gilt: Je kleiner die Kinder sind, desto wachsamer müssen die Aufsichtspersonen sein. Vor allem in fremden Umgebungen sollten Fragen geklärt sein wie:

  • Sind die Steckdosen in der Ferienwohnung kindersicher?
  • Ist der alte Fläschchenwärmer bei den Großeltern noch intakt?
  • Befinden sich in dem Regal über dem Reisebettchen elektrisch betriebene Geräte?
  • Sind die Stromkabel der Hüpfburg auf dem Volksfest für Kinderhände unerreichbar?
  • Lauern in Opas Geräteschuppen Risiken?

Keine Frage, bei der Aufsicht insbesondere von Kleinkindern stehen die Eltern – auch im übertragenen Sinn – ständig unter Strom.

Jetzt kommentieren und gewinnen!

Unter allen Kommentatoren verlosen wir zehn Mal je drei Steckdosensicherungen. Diese werden einfach in die vorhandene Steckdose eingeklickt – und schon ist diese kindersicher. Alles, was Sie dazu tun müssen, ist hier einen Kommentar zu schreiben, warum Sie die Steckersicherungen brauchen.

Teilnahme und Versand sind für Sie absolut kostenlos. Einsendeschluss ist Mittwoch, der 22. August, 12 Uhr. Danach entscheidet das Los. Die Gewinner werden von uns per Mail benachrichtigt. Viel Glück!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Reaktionen

  1. [...] Tipp aber ist: Lassen Sie es möglichst erst gar nicht so weit kommen! Machen Sie alle Steckdosen kindersicher. Kontrollieren Sie regelmäßig Kabel und Stecker und setzen Sie im Badezimmer mehrheitlich auf [...]