8. August 2012 | Aktion | Ein Kommentar

Das schönste Licht der Welt – Das Polarlicht.

Eines der wohl faszinierendsten Naturereignisse sind Polarlichter. Diese atemberaubenden Lichtererscheinungen am nächtlichen Himmel haben schon die Menschen in der Antike begeistert, aber auch erschreckt. Mythen, Märchen und Aberglaube begleiten seither das Naturschauspiel. Früher galten sie zum Beispiel als drohendes Unheil. Oder sie wurden für Geister, die am Himmel mit Brandfackeln kämpften gehalten. Im hohen Norden sahen Menschen in dem Licht das Funkeln goldener Schilde, auf denen die Seelen gefallener Helden nach Wallhal getragen wurden. Ein weiterer Irrglaube heutzutage ist, dass es Reflexionen des Sonnenlichts im Eismeer sind. Nur wenige wissen, dass das Polarlicht ein Ergebnis aus einem Zusammenspiel der Sonne und dem Magnetfeld der Erde ist.

So entsteht das Polarlicht.

Die Quelle der Polarlichter ist die Sonne. Alle Jahre wieder muss die Sonne sozusagen Dampf ablassen. Und das macht sie anhand von heftigen Eruptionen. Dabei handelt es sich um Gasausbrüche auf der Sonnenoberfläche. Diese werden als Sonnenwinde bezeichnet. Der Sonnenwind verwandelt sich bei solchen Ausbrüchen in einen regelrechten Sturm. Einige Milliarden Tonnen heißen Gases entweichen, bestehend aus positiv und negativ geladenen Gasteilchen. Sonnenwind besteht somit aus Protonen und Elektronen und ist so schnell, dass er circa innerhalb von ein bis drei Tagen die Erde erreichen kann. Dabei variieren die Geschwindigkeiten von 300 über 700 und sogar 2.000 Kilometer pro Sekunde! Zum Glück haben wir die Erdatmosphäre und das Erdmagnetfeld die unseren Planeten vor diesen Sonnenwinden schützen. Die Magnetfeldlinien verlaufen von Pol zu Pol und sind ständig in Bewegung. Der Sonnenwind wird an den Magnetfeldlinien entlang zu den Polen gelenkt und trifft dabei auf die Atmosphäre. Das Plasma des Sonnenwindes regt die Sauerstoff- und Stickstoffteilchen in der Luft an. Diese fangen beim Auftreffen des elektrisch geladenen Windes an zu leuchten. Und so entstehen die Polarlichter. Sie tauchen in unterschiedlichen Formen auf. Mal als Schleier, Bogen, Flecken oder Strahlen.

Viele bunte Farben.

Dabei leuchten sie in verschiedenen Farben. Die üblichen Farben des Polarlichts sind rot, grün und blau. Das hängt von den unterschiedlichen Bestandteilen der Atmosphäre ab und auch von der Höhe, in der der Sonnenwind auf die Atmosphäre trifft. Grüne Polarlichter werden üblicherweise durch Sauerstoff in einer Höhe von circa 80 bis 150 Kilometern hervorgerufen. In einer Höhe zwischen 150 bis 600 Kilometern entstehen durch Stickstoffatome rote und blaue Farben.

Da leuchtet es.

Wie es der Name schon verrät, kommen diese Lichter oft in polaren Gebieten vor. Sie treten meistens in einem Gürtel rund um den magnetischen Pol auf. Entsprechend werden die Polarlichter auch als “Nordlicht” oder “Südlicht” bezeichnet. Je näher man den Polen ist, desto öfter kann man Polarlichter sehen. In unseren Breiten kommen sie eher selten vor. Skandinavien, Nord-Schottland, Svalbard, Island, Grönland, Kanada, Alaska und Nordsibirien – das sind die Gebiete, wo normalerweise mit dem Auftreten von Polarlichtern zu rechnen ist.

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Reaktionen

  1. [...] waren in der Nacht vom 12. August die meisten Sternschnuppen unterwegs. Also ab ans Fenster, den Blick gen Himmel gerichtet und gebannt darauf warten, dass möglichst viele Schnuppen vorbeihuschen. Denn [...]