16. Juli 2012 | Service | Keine Kommentare

Richtiges Verhalten während eines Gewitters.

Blitz, DonnerSommer, Sonne, Sonnenschein…Bisher haben wir davon nicht viel mitbekommen. Dafür aber Regen, Sturm und vor allem Gewitter. Es blitzt und donnert sehr häufig und vor allem kräftig. Und bisher ist keine Besserung in Sicht. Gewitter sind nicht ungefährlich. Immer wieder schlagen Blitze in Gebäude, Häuser und Bäume ein und richten großen Schaden an. Und leider werden auch des Öfteren Menschen dabei verletzt. Statistiken sagen, dass pro Jahr zwischen 100 und 150 Menschen vom Blitz getroffen werden und dabei lebensgefährliche Verletzungen davontragen.

Wie entsteht ein Gewitter?

Gewitter treten am häufigsten an richtig unangenehm schwülen und heißen Tagen auf. Sie entstehen wenn feucht-warme Luft durch starke Sonneneinstrahlung erwärmt wird und in kalte Luftschichten aufsteigt. Die warme Luft kühlt ab und kondensiert. Dadurch bilden sich jede Menge Wassertropfen. Und aus denen wiederrum bilden sich Wolken, die sich über mehrere Kilometer auftürmen können. Diese Wolken nennt man Cumulonimbus. Sie sehen zugleich faszinierend und bedrohlich aus. Im Inneren der Wolke herrschen starke Winde, durch die die Wassertropfen und Luftmoleküle aneinander gerieben werden. Große elektrische Ladungen werden somit aufgebaut. Und diese nehmen wir in Form von Blitzen war. Diese erzeugen eine unglaubliche Hitze. Dadurch dehnt sich die Luft schnell aus und zieht sich wieder zusammen. Bei diesem Prozess entsteht ein lauter Knall, der Donner.

Was tun bei Gewitter?

Blitze gehören zu den spektakulärsten Naturphenomen. Und zu den gewaltigsten. Ein Blitz erreicht eine Geschwindigkeit von rund 100.000 Kilometern pro Sekunde und dazu eine Temperatur von circa 30.000 Grad Celsius. Er kann mit einer Stromstärke von bis zu 400 000 Ampere in den Boden schlagen. Eine normale Haussicherung fliegt schon bei 16 Ampere raus. Die Chance einen Blitzschlag zu erleiden ist circa so hoch wie ein Sechser im Lotto. Trotzdem sollte man dieser Gewalt besser aus dem Weg gehen.

  • Im Freien. Wer bei einem Spaziergang im Wald von einem Gewitter überrascht wird, sollte sich nicht nach Sprichworten wie “Eichen sollst du weichen und Buchen sollst du suchen” richten. Generell sollten Sie jede Art Baum meiden, wenn Sie in der Natur sind. Man soll so wenig wie möglich Angriffsfläche für einen Blitz bieten. Heißt: sich ganz klein machen, in die Hocke gehen, die Knie umklammern und den Kopf einziehen. Auch ist es besser nicht weiterzugehen, denn der Abstand der schreitenden Füße kann eine Spannung erzeugen. Und in jedem Fall Abstand halten von metallischen Gegenständen. Regenschirme und Wanderstöcke weit entfernt ablegen. Das Gleich gilt für Personen mit denen man unterwegs ist. Nicht nah beieinander stellen!
  • Im Wasser. Besonders gefährlich ist es, sollten Sie gerade in einem Badesee oder Freibad im Wasser sein. Hier gilt: Gehen Sie sofort an Land, denn ein Blitzeinschlag ins Wasser kann tödlich enden. Im Wasser kann sich der Blitzstrom gut verteilen, Schwimmen bei Gewitter ist daher lebensgefährlich.
  • Im Haus. Ein Blitzableiter bildet am besten den äußeren Blitzschutz und schützt das Haus bei einem Blitzeinschlag vor Schäden durch Brand oder Elektrizität. Metallene Fangleitungen – meist aus verzinktem Stahl oder Kupfer – auf dem Dach leiten den Blitzstrom in die Erde ab und verteilen ihn dort. Auch Dachrinnen und Schornsteine werden mit dem Blitzableiter verbunden. Bei Häusern ohne Blitzableiter heißt es Kontakt mit metallenen Leitungen, die von außen ins Haus geführt werden (Wasser, Gas, Telefon, Antennenkabel) vermeiden. Mit dem Duschen oder Baden auch warten bis das Gewittern vorüber ist und alle Stecker an Fernsehgeräten, Hifi-Anlagen, Videorekordern, SAT-Empfängern, PCs und deren Peripherieanlagen ziehen.

Am sichersten ist man bei Gewittern in Gebäuden, Autos, Flugzeugen oder Eisenbahnen. Denn Fahrzeuge leiten nach dem faradayschen Prinzip, den Blitzstrom an der Außenseite ab. Dabei wird der Strom über das leitfähige Metall direkt in die Erde gelenkt und so bleibt der Innenraum unberührt.

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