24. Juli 2012 | Service | Keine Kommentare

Farbsehtest, Grippe-Trends, virtuelle Einsamkeit: 10 kuriose Internet-Seiten.

Das Internet. Unendliche Links. Wir schreiben das Jahr 2012. Dies sind die Abenteuer des Social Media Teams an Bord des Bloghaus’, das mit seiner Besatzung noch nicht mal ein Jahr lang unterwegs ist, um neue Links zu erforschen, neue Netzwerke und Zivilisationen. Nicht mal drei Klicks von unserer Homepage entfernt, dringen wir dabei in URLs vor, die nur wenige Menschen zuvor gesehen haben – aber gesehen haben sollten…

Es sind Webseiten dabei, die Ihnen die Augen öffnen werden, Sie rechtzeitig Grippewellen erkennen lassen und Sie an wichtige Termine erinnern. Sie können ein Spam-Museum besuchen oder sich einen Manga-Avatar basteln. Sie können wertvolle Arbeitszeit mit gut getarnten Arcade-Spielen verdaddeln (aber Psst – von uns wissen Sie das nicht!) oder einfach nur ganz alleine sein.

Wen also gerade das Fern.www packt, der ist herzlich eingeladen, in unsere Linkkapsel zu steigen und mit uns in die URLaufbahn zu fliegen. Zu entdecken gibt es…

Zehn der kuriosesten Webseiten.

Lust auf einen kleinen Sehtest? Dann finden Sie online heraus, wie gut Ihr Farbempfinden ist. Auf der Seite Color-IQ müssen Sie dazu lediglich einzelne Farbfelder in vier verschiedenen Balken mit der Maus verschieben und so anordnen, dass sich ein klarer Farbverlauf ergibt. Danach klicken Sie auf “Score Test” und erhalten Ihre Auswertung, die zum Beispiel auch gleich anzeigt, in welchem Farbbereich Sie blinde Flecken haben.
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Jedes gute Meeting braucht eine transitorische Innovationsaufforderung, aber nur mit ambivalenter Aktionspräferenz! Sie verstehen kein Wort? Nicht schlimm – das war der Plan. Sätze wie diese kommen zwar aus der Wortspielhölle diverser Heißluftpiraten, lassen sich im Internet aber an zahlreichen Ecken und Enden kostenlos generieren – mit sogenannten Phrasendreschmaschinen. Obwohl solche Wortverbrechen eigentlich unter Strafe gestellt werden sollten, rücken sie die Floskelflegel regelmäßig in den Mittelpunkt eines jeden Meetings, zum Teil mit Bewunderung. Sie möchten da auch mal hin? Bitteschön: hier, hier und hier finden Sie die Werkzeuge dazu.
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Sie denken, Sie können Multitasking? Von wegen! Dann kennen Sie aber den affektierten Simon-Effekt noch nicht – auch bekannt als impliziter Assoziationstest. Kurz gesagt geht es dabei darum, auf farbige Reize mit einer von zwei Tasten zu reagieren, die jeweils doppelt belegt sind. Sie werden also beispielsweise gebeten, auf positive, grüne Wörter mit der linken Taste zu reagieren, auf negative rote Wörter mit der rechten. Klingt schon beim Lesen kompliziert, verwirrt in der Praxis das Hirn aber noch mehr. Probieren Sie es ruhig selber aus – bei einem der IAT-Tests hier.
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Google hilft sogar dabei, Grippewellen schneller zu erkennen. Wie? Der Suchmaschinenriese hat festgestellt, dass die Häufigkeit bestimmter Suchbegriffe Anhaltspunkte für den Beginn einer Grippewelle liefern kann. Also haben die Programmierer prompt die Daten der allgemeinen Google-Suche gesammelt und für eine eigene Schnupfen-Suchmaschine aufbereitet – die Google Grippe-Trends. Auf Grundlage der Suchanfragen werden so die Häufigkeit und damit die Risiken einer Grippeerkrankung für einzelne Bundesländer angezeigt. Ungemein nützlich!
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Sie haben Lust, während der Arbeitszeit ein paar Arcade-Spiele zu daddeln – aber der Boss soll davon nichts merken? Auch hier kann das Web helfen: Die folgenden Spiele sehen zwar aus wie Office-Anwendungen, sind es aber nicht. Bei Breakdown zum Beispiel schießen Sie aus einem Worddokument einfach die Wörter raus – wie früher beim Klassiker “Breakout”. Bei Leadership wiederum geht es darum, mithilfe der Cursortasten eine unscheinbare Rakete durch diverse Aktienkurse und Excel-Graphen zu steuern – natürlich ohne anzustoßen. Oder Costcutter: Eine Art Büro-Tetris, bei dem Sie die Kosten in einem Stapel wachsender Excel-Charts kürzen. Den Unterschied erkennt kein Chef – es sei denn, er liest diesen Artikel ebenfalls. Dann wäre Game over…
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Gerade nach dem Urlaub kommen die meisten von uns mit zahlreichen Eindrücken und noch mehr Bildern zurück. Inzwischen fast ausschließlich in digitaler Form. Was auf dem kleinen Kamera- oder Smartphone-Bildschirm gut aussah, wirkt dann aber oftmals unspektakulär oder gar langweilig. Mit dem Online-Tool Tiltshiftmaker können Sie Ihre Urlaubsimpressionen nachträglich bearbeiten – und zwar mit dem sogenannten Tilt-Shift-Effekt. Der lässt Sie die Welt aus einem ganz neuen Blick betrachten: als Miniatur. Einfach Bild vom Desktop oder aus dem Internet auswählen, hochladen und mit dem Effekt experimentieren. Die fertigen Bilder laden Sie anschließend auch kostenlos wieder runter.
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Wer wird heute nicht ständig von Spam-Mails belästigt? Hinweise auf Online-Casinos, ungeahnte Erbschaften von afrikanischen Onkeln und Erektionshilfen – es gibt nichts, was einem die Spammer nicht andrehen wollen. Grund genug, daraus eine hübsche Sammlung zu kreieren: das Spam-Museum. Auf den ersten Blick sieht die Seite aus, wie eine olle Linksammlung. Wer aber in den Rubirken stöbert, findet dort 1:1 Kopien der kuriosesten Spam-Mails. Äußerst amüsant. Wobei der eigentliche Witz ist, dass man sich dort ziemlich lange mit Internet-Müll beschäftigt – und das auch noch freiwillig!
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Im Alltagsstress werden wichtige Termine im Kalender schon mal übersehen. Gut, wenn sie sich nicht überhören lassen! OnlineClock gehört zur Gruppe der sogenannten Single-Use-Websites, hat also nur eine simple Funktion: die einer virtuellen Gedächtnisstütze. Zum Einstellen einfach Seite öffnen, Warnzeit einstellen, Browserfenster auflassen. Sobald der gewählte Zeitpunkt erreicht ist, ertönt ein Alarm. Zum Beenden: einfach Seite schließen. Der Online-Wecker eignet sich damit natürlich auch für Powernaps im Büro. Aber nie länger als 20 Minuten nickern, sonst schlafen Sie sich müde!
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Es gibt diese Momente im Social Web, da wird einem alles zu viel: die E-Mails, die Tweets, die Pins, die Likes und Share, das ganze Zeug. Da möchte man einfach nur abschalten und ein bisschen Ruhe haben – alleine sein. Diesen Ort gibt es! Wenn Sie also mal wieder das Kopf.www plagt, besuchen Sie doch bitte alleinr. Eine Seite mit nur einem Zweck: nichts tun. Sie brauchen sich dort weder anzumelden, müssen nichts hochladen, nichts kommentieren. Sie knüpfen keine Kontakte. Und niemand beobachtet, was Sie tun. Sie sind einfach nur da und allein.
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Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Sanskrit (“Avatāra”) und bedeutet so viel wie „Abstieg“. Beschrieben wurde damit eine Gottheit, die aus ihren himmlischen Sphären herabsteigt, um eine irdische Daseinsform anzunehmen. Heute beschreibt der Begriff “Avatar” mehrheitlich eine Kunstfigur oder einen grafischen Stellvertreter einer realen Person im Web – häufig in Computerspielen, zunehmend aber auch in Foren, Blogs und sozialen Netzwerken. Oft zeigen die dort verwendeten Profilbilder stilisierte Porträts, Gegenstände oder Symbole. Falls Sie also auch gerade einen solchen Avatar brauchen: Auf der Seite Faceyourmanga können Sie Ihr virtuelles Ebenbild selbst zusammenstellen – im Manga-Comic-Stil. Gesichtsform, Augen, Nase, Mund, Ohren, Haare, Kleidung und ein paar Extras sind frei wählbar. Das ist anfangs vielleicht etwas aufwendig, macht aber Spaß und sieht einem mitunter wirklich ähnlich.

Über den Autor.

Jochen Mai war von Dezember 2011 bis November 2013 Social Media Manager bei Yello Strom und für den strategischen Auf- und Ausbau sämtlicher Social Media Kanäle des Unternehmens verantwortlich. Als leidenschaftlicher Blogger hat er natürlich auch hier im Bloghaus mitgeschrieben. Inzwischen hat Jochen das Unternehmen wieder verlassen und bloggt heute weiter auf seinen Seiten Karrierebibel.de und Weinbilly.de.

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