9. Mai 2012 | Inside | Ein Kommentar

Bitkom-Umfrage: Jedes zweite Unternehmen nutzt Social Media. Wir empfehlen es sogar.

Fast die Hälfte (47 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland nutzt bereits Social Media. Weitere 15 Prozent haben konkrete Pläne, damit bald zu beginnen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bitkom-Studie. Als wichtigstes Ziel nennen 82 Prozent der Befragten: den Bekanntheitsgrad steigern. 72 Prozent wollen vor allem neue Kunden gewinnen und 68 Prozent bestehende Kundenbeziehungen pflegen. 42 Prozent der Befragten wollen indes ihr Image verbessern, 23 Prozent neue Mitarbeiter gewinnen und 15 Prozent die Produktentwicklung vorantreiben (siehe auch Grafik, zum Vergrößern bitte anklicken).

Wir können dazu nur sagen: Ja, funktioniert alles! Deshalb können wir jedem Unternehmen nur empfehlen: Geht ins Internet, stellt euch dem Social Web, sprecht mit den Menschen, Kunden und Kunden in spe!

Laut Umfrage gehören bei 86 Prozent der Unternehmen, die Social Media nutzen, externe Netzwerke wie Facebook oder Google+ zu den beliebtesten. Danach folgen Blogs mit 36 Prozent und Video-Plattformen wie Youtube mit 28 Prozent. Ein Viertel der Unternehmen nutzt Kurznachrichtendienste wie Twitter. Machen wir übrigens schon alles – und sammeln damit nur gute Erfahrungen.

Das heißt nicht, dass es manchmal nicht auch Kritik gäbe, manchmal auch unberechtigte oder überzogene. Aber so ist das nun mal. Das muss man aushalten können – und daraus lernen.

Mehr als ein Drittel der Unternehmen bleibt skeptisch.

Ein weiterer Abschnitt der Studie beschäftigt sich mit den organisatorischen Voraussetzungen für den Einsatz von Social Media. Dabei zeigten sich große Unterschiede zwischen größeren und kleineren Unternehmen: So haben 86 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten eigene Mitarbeiter, die für die Steuerung der Social-Media-Aktivitäten verantwortlich sind, aber erst 41 Prozent der mittelständischen Unternehmen. 63 Prozent der Großen verfügt über so genannte Social Media Guidelines, die Mitarbeitern Richtlinien für die berufliche Nutzung sozialer Medien geben, während es bei den Kleinen 19 Prozent sind.

Laut Umfrage sind allerdings auch 38 Prozent der Unternehmen bislang nicht im Social Web aktiv. Die Hälfte der Skeptiker hat rechtliche Bedenken, 45 Prozent sagen, soziale Medien passen nicht zu ihrer Unternehmenskultur. Für ein Viertel ist der personelle Aufwand zu hoch, für 14 Prozent sprechen generell finanzielle Gründen dagegen.

Aber im Ernst: So teuer ist das nicht. Vor allem: Wir sehen das als Investment in unsere Kunden und Kundenbeziehungen, als Service-Verbesserung und Erweiterung mit viel Potenzial. Und was viele der Skeptiker übersehen: Welche Kosten hat es, NICHT im Social Web zu sein. Vor allem langfristig!

Denn auch das zeigt die Studie: Social Media entwickeln sich zu einem wichtigen Wertschöpfungsfaktor. So werden Kontakte in sozialen Netzwerken Teil des alltäglichen Kundenservice. Projekte können über die Grenzen von Abteilungen und Standorte hinweg effizienter realisiert werden. Zudem kann das Social Web genutzt werden, um neue Produkte und Dienste mit Beteiligung der Netzgemeinde zu entwickeln. Eine Bedingung dafür ist, dass Unternehmen diese Form der Kommunikation fest in ihrer Organisation verankern. Nur setzt das eben voraus, dass sich die Unternehmen öffnen und in einen Dialog mit ihren Interessengruppen treten.

Wir wollen uns dem stellen!

Über den Autor.

Jochen Mai war von Dezember 2011 bis November 2013 Social Media Manager bei Yello Strom und für den strategischen Auf- und Ausbau sämtlicher Social Media Kanäle des Unternehmens verantwortlich. Als leidenschaftlicher Blogger hat er natürlich auch hier im Bloghaus mitgeschrieben. Inzwischen hat Jochen das Unternehmen wieder verlassen und bloggt heute weiter auf seinen Seiten Karrierebibel.de und Weinbilly.de.

  1. Iris sagt:

    Interessante Studie:)! Social Media scheint das Medium in 2012 im Online-Marketing zu sein.

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