1. Dezember 2011 | Inside

Und: Action! – Hinter den Kulissen des Yello Spot-Drehs.

Von Jochen Mai.

Sicher kennen Sie schon unseren neuen Yello Werbespot. Nur für den Fall, dass auch bei Ihnen einmal 200 patschnasse Models vor der Tür stehen und fragen, ob sie sich bei Ihnen die Haare föhnen können: Sie könnten. Denn das verbraucht kaum mehr als 200 Kilowattstunden – und die bekommt zurzeit geschenkt, wer zu Yello wechselt.

Der Dreh des Werbeclips hat allerdings etwas mehr Strom verbraucht. Zugegeben. Dafür haben aber auch rund 50 Beteiligte hinter den Kulissen sowie zahlreiche Models im Set – drinnen und draußen – ganze zwei Tage lang ihr Bestes gegeben, um am Ende 37 Sekunden Film im Kasten zu haben. Das Ergebnis können Sie übrigens am Ende dieses Artikels noch einmal ansehen. Wie so ein Werbevideo entsteht, wie es vor und hinter der Kamera sowie in den Drehpausen am Set aussah, das zeigen wir Ihnen jetzt: 

Die Einfamilienhaus-Siedlung. Soweit, so normal. Lediglich der Lichtballon mitten auf der Straße deutet schon an, dass hier demnächst Ungewöhnliches passiert. Der mit ungefährlichem Helium befüllte Ballon steigt später auf. Die darin enthaltene Lampe zaubert ein wunderschönes Licht auf die Straße.

Bereits in der Dämmerung bauen die Kameraleute und Beleuchter das Set für den Außendreh in der Straße auf. 

Auch der Hauseingang, wo die Models später klingeln werden, wird eingeleuchtet. Damit das Portal genauso aussieht, wie sich das Regisseur Daniel Warwick vorgestellt hat, wurde eigens eine typisch deutsche Eingangstür und eine neue Klingel samt Klingelschild angebracht (siehe Nahaufnahme im Spot).

Auch einige der Models sind für erste Stellproben schon am Set. Weil es um die Uhrzeit aber nur noch 12 Grad Außentemperatur hat, kuscheln sich die Mädchen in den Pausen in warme Fleecedecken. 

Dann ist es soweit: In der Siedlung wird es dunkel, der Ballon steigt langsam auf, die Beleuchter lassen Kabel unauffällig verschwinden. Letzte Besprechungen des Teams.

Dann ist auch der Kranwagen da, der später für den Kunstregen aus einer Sprenkleranlage sorgen wird. Der Lichtballon erleuchtet derweil schon die Kulisse.


Auch die ausgesucht hübschen Models treten nun ins Bild. Geschminkt (wasserfest!) und gestylt sind sie schon. Ein Knochenjob bleibt es dennoch: Solange die Kamera nicht läuft, dürfen sie sich in die warmen Decken hüllen. Danach aber fallen die Hüllen und die Mädchen müssen sich leichtbekleidet und bei mittlerweile knapp 10 Grad in den Kunstregen stellen – und dazu lächeln.

Regisseur Daniel Warwick (blaue Jacke) ist der Chef am Set. Nach jeder Einstellung kontrolliert er die Aufnahme – oder gibt das klassisch-berühmte Kommando: “And Action!”

Aber auch das passierte hinter den Kulissen: Wann immer die Models Zeit hatten, fotografierten sie sich mit ihren (Handy-)Kameras auch schon mal gegenseitig. Posen gegen die Warte-Langeweile.

Zweiter Drehtag – Innendreh. Aber nicht, dass Sie denken, wir hätten in einem echten Haus gedreht. Alles Kulisse! In einer Halle wurde eigens mit ein paar Spanplatten ein Wohnzimmer zusammengenagelt und innen so ausgestattet, dass es auch wie ein Wohnzimmer aussieht. Eine Decke gibt es nicht. Die Lampen hängen drei Meter über dem Set. 

Und so sieht das Ganze aus einer anderen Perspektive aus. Lampen sorgen dafür, dass das Licht richtig sitzt, die Crew achtet derweil auf jedes Detail: Tische, Stühle, Pflanzen…

Stylist und Make-up-Artist Tobias (links) hat “seine” Mädchen immer im Blick: Ständig wird in den Drehpausen nachgeschminkt, nachgepudert oder nachfrisiert.  

Das gilt übrigens auch für den Hund…

Der ansonsten am Set ein eher gemütliches Hundeleben in seiner Kuscheldecke führt.

Was zum Teil auch für die Mädchen gilt: Nach den Strapazen des Außendrehs entspannen sie in der Maske gerne beim Surfen im Internet – entweder mit Smartphone, iPad oder Netbook.

Andere Models telefonieren lieber. Soweit wir das mitbekommen haben, entweder mit ihrem Freund, der Agentur oder einer Freundin. Aber so richtig belauscht haben wir sie natürlich nicht. 

Zwischendurch und immer wieder: Teambesprechung mit Regisseur Daniel Warwick (Mitte). Hier in der Garderobe. 

Vor dem Set steht derweil immer eine große Tafel mit den nächsten Szenen, die im sogenannten Storyboard – groben Skizzen der einzelnen Filmeinstellungen – festgehalten sind. So weiß jeder, was als nächstes zu drehen ist.

Etwa unser Hauptdarsteller, der hier in einer Probeeinstellung mit den Model im Kunstwohnzimmer steht. Die Frisur hierbei ist übrigens noch eine falsche. Auch damit wurden  immer wieder neue Varianten geprobt, bis die richtige “Föhn”-Frisur gefunden war.

Das Schauspieler-Paar in der Kaffeepause. Die beiden sind im echten Leben natürlich kein Paar, sondern wurden für den Spot extra gecastet. Beide sind übrigens Briten. Beim Casting zeigte sich, dass die für unseren Spot den besseren Witz in Gestik und Mimik mitbrachten. Britischer Humor eben.

Am Ende haben wir mit ein paar der Models dann noch die Aufnahmen für unsere Online- und Facebook-Videos und -Fotos gemacht. In einer sogenannten Hohlkehle – einem Yello gelben Hintergrund, der so gebogen ist, dass es keine Schattenkanten gibt.

Ganz schön viel Aufwand für so einen Spot. Aber wir finden, es hat sich gelohnt. Der Spot kommt jedenfalls gut an. Falls Sie ihn allerdings noch immer nicht kennen – kein Problem: Hier ist noch mal das Making-of samt fertigem Ergebnis am Schluss…

Über den Autor.

Jochen Mai war von Dezember 2011 bis November 2013 Social Media Manager bei Yello Strom und für den strategischen Auf- und Ausbau sämtlicher Social Media Kanäle des Unternehmens verantwortlich. Als leidenschaftlicher Blogger hat er natürlich auch hier im Bloghaus mitgeschrieben. Inzwischen hat Jochen das Unternehmen wieder verlassen und bloggt heute weiter auf seinen Seiten Karrierebibel.de und Weinbilly.de.